Betriebliche Weiterbildung im Wandel

Betriebliche Weiterbildung befindet sich im Wandel. Die Herausforderung für Unternehmen besteht darin Lernangebote so zu gestalten, dass diese flexibel sind und Spaß machen.

Laut dem Zukunftsinstitut ist Wissenswandel einer der großen Megatrends von heute. Nur Unternehmen, die sich zu lernenden Organisationen entwickeln, haben in Zukunft Chancen, Wettbewerbsvorteile zu generieren und zu überleben.

Betriebliches Wissen und Weiterbildung gewinnt immens an Bedeutung und wird in Zukunft zu einem der wichtigsten Kapitalwerte eines Unternehmens. Durch den wachsenden Schulungsbedarf, die digitalen Möglichkeiten und nicht zuletzt durch das veränderte Mediennutzungsverhalten entwickeln sich auch die Methoden der Wissensvermittlung weiter (z.B. Mobile Learning, MicroLearning).

Künstliche Intelligenz & betriebliche Weiterbildung

An die Stelle traditioneller Schulungs- und Entwicklungspläne, die für einzelne Personen, Job-Rollen oder Ausbildungswege erstellt wurden, tritt zunehmend ein von künstlicher Intelligenz gesteuerter oder zumindest verfeinerter Auswahl- und Empfehlungsprozess, der sowohl Präsenztrainings, Online-Trainings (Webinare/Online Classrooms) als auch digitale Kurse (z.B. MicroLearning, WBT) zugänglich macht und das Angebot individuell auf Job-Rolle, Wissensstand und persönliche Präferenzen abstimmt. (z.B. Ak.demie)

Dabei steht nicht der Lehrplan / Schulungsplan der Organisation im Mittelpunkt, sondern die einzelne Person, die aus dem auf sie abgestimmten Angebot selbständig ihre Kompetenzen und Erfahrungen erweitert, um Arbeitsplatz bestehen und zugleich die organisationalen Strukturen weiterentwickeln zu können.

Selbstlernende Mitarbeiter benötigen eine optimale Lernarchitektur

Diese neue betriebliche Lernkultur erfordert die Selbstorganisation der Mitarbeiters. Dieser ist in Zukunft maßgeblich für seine Weiterbildung selbst verantwortlich. Das Unternehmen ist für eine gute Lernkultur und ein Lernangebot zuständig, aus dem sich der Mitarbeiter bedient. Umso mehr wird es von Bedeutung sein, attraktive Lerninhalte und Lernmethoden anzubieten.

Betriebliche Bildung braucht daher einen entsprechend verankerten Stellenwert, Ressourcen und Budget im Unternehmen sowie die ideale Lern-Infrastruktur.

Das Lernen der Zukunft muss Spaß machen und flexibel sein

Die sinnentleerte Diskussion, ob (digitale) Präsenz- oder E-Learning besser sei, ist längst überholt. Die Vorteile der flexibleren Nutzung digitaler Lerninhalte (wann und wo man will), lassen sich mit den sozialen Interaktionsmöglichkeiten der (digitalen) Präsenz optimal kombinieren: 

"Alles was „Wissensvermittlung“ ist kann und sollte heute möglichst selbstgesteuert im eigenen Lerntempo stattfinden."

Lerneinheiten im digitalen Klassenzimmer, über Teams, WebEx, Zoom & Co können folglich vorwiegend zur Diskussion und für Gruppenarbeiten genutzt werden und sollten trotz Pause(n) nicht länger als max. 2 Stunden sein.

Digitale Didaktik für betriebliche Weiterbildung 

Damit diese Synergie gut gelingt braucht es jedoch eine „Digitale Didaktik“ und eine Lerninfrastruktur, die über die Möglichkeiten eines Lernmanagementsystems (LMS) hinaus geht. Moderne Learning Experience Plattformen (LXP) stellen das Lernerlebnis und die Lernmotivation der Nutzer in den Mittelpunkt und ersetzen oder ergänzen das klassische Lernmanagementsystem.

Lerninhalte, die sich flexibel und mobil nutzen lassen, werden gut angenommen und fördern, dass Lernen gut und regelmäßig in den Arbeitsfluss integriert wird. Neben Erklärvideos ist MicroLearning die Methode der Zukunft (Quelle: Statista). Dabei wird Wissen in kleinen Lerneinheiten heruntergebrochen. Gelernt wir über Smartphone oder Tablet-App oder via Web. Beim MicroLearning macht man sich neben den kleinen Einheiten, auch smarte Wiederholungen zu Nutze, um Gelerntes zu festigen.

Lernstrecken können jederzeit unterbrochen und später fortgesetzt werden. Der Lernende bestimmt das Lerntempo.

Viele unserer Kunden (z.B. MAGNA Steyr, Wiener Linien) beziehen auch Ihre Mitarbeiterinnen in die Erstellung der Kurse mit ein. Jede Expertin kann zu den Inhalten beitragen und eigene Lektionen erstellen.

Unsere Erfahrung aus der Praxis bestätigt, dass Mitarbeiter motivierter lernen, wenn Sie in die Prozesse involviert sind und wenn sie Lerninhalte selbst gestalten können.

Wenn Unternehmen das zulassen und fördern, haben sie gute Chancen als lernende Organisation Wettbewerbsvorteile zu generieren.