Was ist SCORM? Ist es noch zeitgemäß?

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SCORM steht für Shareable Content Object Reference Model. Es ist ein weit verbreitetes Format für den Austausch elektronischer Lerninhalte. SCORM soll also helfen, daß Sie Lernprogramme, die mit Software A erstellt werden, auch in LMS B von einem ganz anderen Hersteller einbinden können.

Im Gegensatz zu einem reinen Link über den auf einen Inhalt zugegriffen wird, schafft SCORM eine Datenbrücke, die Informationen über das Lernverhalten an das Lernmanagementsystem (LMS) zurückliefert. So kann dokumentiert werden, welche BenutzerInnen einen bestimmten Kurs begonnen oder sogar absolviert haben. SCORM wurde dafür gefeiert, dass es eine Verbindung zwischen einem Kurs und einem LMS herstellen kann.

SCORM wurde mehr als 10 Jahre nicht aktualisiert

SCORM ist inzwischen 20 Jahre alt. Während sich die Möglichkeiten im E-Learning rasant weiterentwickelten, wurde SCORM seit 2005 nicht mehr aktualisiert bzw. verbessert. – Wichtige Errungenschaften der letzten Jahre wie Mobile Learning oder die Möglichkeiten von Gamification blieben somit unberücksichtigt. Es ist Zeit zu hinterfragen, ob SCORM noch taugt, um zeitgemäße E-Learnings auszuliefern.

Bei SCORM-Inhalten gibt es keine Sicherheit, dass diese auf mobilen Endgeräten korrekt dargestellt werden bzw. auf welchen. Inhalte müssen somit auf den verschiedenen Smartphones und Tablets einzeln getestet werden – dennoch gibt es keine Sicherheit, dass sie auch auf nicht getesteten Endgeräten gut dargestellt werden und bedienbar sind. Obwohl viele LMS die Verwendung von SCORM-Paketen auf mobilen Geräten erlauben, wird die Benutzererfahrung somit häufig negativ beurteilt. Kein Wunder, dass die Abschlussraten der Kurse deutlich unter denen moderner MicroLearning-Systeme liegen.

Um neue Methoden wie Mobile Learning, MicroLearning und Gamification effektiv nutzen zu können wird also ein neuer Gold-Standard benötigt: xAPI.