Weiterbildungsstudie 2021

Betriebliche Aus- und Weiterbildung gewinnt im Zuge der Digitalisierung und Globalisierung immer mehr an Bedeutung. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, investieren Unternehmen mehr denn je in die Personalentwicklung. Aber welche Skills benötigt das kompetente Personal der Zukunft und wie soll in Zeiten von Pandemie geschult werden? Die “Weiterbildungsstudie 2021” liefert Insights und Trends.

Die Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung führt seit 2009 jährlich eine Studie zu den Entwicklungen in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung in Österreich durch. Die “Weiterbildungsstudie 2021” wurde kürzlich veröffentlicht und zeigt ie sehr sich die betriebliche Aus- und Weiterbildung im Umbruch befindet - inhaltlich, methodisch und technologisch.

Corporate Learning 2021 mit  Digitalisierungsschub

Mehr als 500 HR- und Personalverantwortliche sowie Geschäftsführer*innen von Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeiter*innen haben an der Studie teilgenommen. Ihre Antworten zeichnen ein klares Bild: Die Pandemie hat der Digitalisierung der betrieblichen Aus- und Weiterbildung einen enormen Schub verpasst. Die Studie zeigt zudem auf, dass Soft Skills zu den wichtigsten Ausbildungsthemen der Zukunft gehören.

Soft Skills & Führungskompetenzen im Trend

43% der Befragten gaben an, dass Persönlichkeitsentwicklung die wichtigste Weiterbildungsmaßnahme für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens ist, gefolgt von Management / Unternehmensführung (38%). 

Ebenso viele Befragte (38%) führten an, dass Weiterbildung der Mitarbeitenden in den Bereichen Verkaufstraining und Marketing wichtig sei. In wirtschaftlichen schwierigen Zeiten setzen daher viele Unternehmen den Schwerpunkt ihrer Weiterbildungsthemen auf eine Trilogie zwischen Soft Skills, Leadership und Methoden-Kompetenz in den Bereichen Verkauf und Vermarktung

Einig sind sich 60% der Befragten, dass interne Weiterbildung mehr an Bedeutung gewinnen wird und ein Viertel gibt sogar an, dass bereits für 2021 mehr Budget als 2020 für Corporate Learning veranschlagt wurde.

Digitaltraining vs. Präsenzschulung

Bemerkenswert ist die Polarisierung zwischen E-Learning und Präsenztrainings: 

“Blended-Learning sehen drei von vier Unternehmen als effizientes Lernformat an, unentschieden zeigt sich die österreichische Unternehmenslandschaft hingegen bei E-Learning: Während 46% dies als (sehr) wirksam erachten, bestreiten etwa gleich viele dessen Wirksamkeit.” - so die Studienautoren. 

Bemerkenswert ist die Skepsis gegenüber E-Learning vor allem, weil die Studie auch zeigt, dass Weiterbildungsangebote rasch verfügbar sein müssen und die Digitalisierung der Weiterbildungsangebote für die Mehrheit  ohnehin unumgänglich ist. Hier wurden auch jüngere Generationen als Argument für neue Lernformate angeführt. Dabei sind Selbstständigkeit und Eigenverantwortung - also selbstgesteuertes Lernen - für 70 % der Befragten wichtig.

Die Skepsis gegenüber Digitalem Lernen wird wohl bald weichen müssen, um den Anforderungen an zukünftiges Lernen gerecht zu werden. Gerade die in der Studie häufig genannten Anforderungen können durch digitales Lernen besser erfüllt werden.

Flexibles, didaktisch optimal aufbereitetes, nachhaltiges und zeit- und raum-unabhängiges Lernen bzw. Blended Learning ist bereits möglich und wird auch von zahlreichen Unternehmen erfolgreich eingesetzt. 

 

Quelle: MAKAM RESEARCH (mit freundlicher Genehmigung zur Veröffentlichung)

Link: https://makam.at/weiterbildung-gewinnt-in-krisenzeiten-immer-mehr-an-bedeutung/